Tagesziel Warnemünde

Das vielleicht beliebteste Ostseebad hat viel zu bieten

Für maritimes Flair und romantische Sonnenuntergänge am Strand muss niemand in die Ferne schweifen. Das, und dazu noch eine ganze Menge interessanter Sehenswürdigkeiten, gibt es auch im Ostseebad Warnemünde. Dabei lässt sich die nur wenige Kilometer von Rostock entfernt, mitten an der Ostsee gelegene Kleinstadt, sowohl während eines mehrtägigen Urlaubs, als auch auf Tagesreisen mit unserem Fahrservice entspannt erkunden. Von Berlin aus fährt man die rund 120 Kilometer in gerade einmal 1,5 Stunden.

Zwischen Beschaulichkeit und großer weiter Welt

Weniger als 6.000 Einwohner zählt das Ostseebad Warnemünde. Offiziell ist das ehemalige Fischerdorf ein Ortsteil von Rostock. Allerdings haben sich die Einheimischen ihre Eigenständigkeit immer bewahrt, und sind stolz darauf, dass echtes Seemannsblut in ihren Adern fließt. Bis ins 19. Jahrhundert bestand der Ort aus lediglich zwei Häuserreihen.

Die Vörreeg und die Achterreeg, die heute gemeinsam den historischen Stadtkern bilden. Hier finden sich noch immer eine Vielzahl an kleinen historischen Fischer- und Kapitänshäusern, die teilweise mit Veranden ausgestattet sind. Wer hier spazieren geht, fühlt sich wie in eine längst vergangene Zeit zurück versetzt. Daneben gibt es Straßenabschnitte in denen sich urige Cafés und Restaurants sowie individuelle Läden aneinanderreihen. Architektonische Highlights an der Vörreeg sind die alte drehbare Bahnhofsbrücke sowie die 1605 erbaute Alte Vogtei. Sie ist das älteste erhalten geblieben Gebäude der Stadt.

Nicht nur in der näheren Umgebung tätige Fischer fanden früher in der Stadt ihr Auskommen. Der Hafen von Warnemünde war im 13. Jahrhundert ein Umschlagplatz für Seewaren aller Art. Heute verfügt die Stadt über den größten Kreuzfahrthafen Deutschlands. Wenn es für die Seeriesen heißt Leinen los, versammeln sich gerne Schaulustige am Passagierkai, um die Ausfahrt der Schiffe live mitzuerleben. Gelegenheiten gibt es genug. Nicht weniger als 200 Kreuzfahrtschiffe legen jährlich von hier ab. Darunter sind auch so manche Luxusliner, die zu sehen alleine schon Tagesreisen an das Ostseebad rechtfertigen.

Maritimes Flair auf Schritt und Tritt

Der Alte Strom ist die Flaniermeile der Stadt. Direkt am Fischereihafen gelegen, kann man von hier aus Fischkutter und Fischer bei ihrem Tagwerk beobachten. Am besten sitzt man selbst dabei gemütlich auf einer der zahlreich vorhanden Café- oder Restaurantterrassen. Von hier aus sind es nur wenige Schritte bis zur Westmole, die eine Länge von 541 Metern hat. Molen, die weit in die See hinaus ragen, dienen als Schutz vor eventuell aufbrausender See, so auch die Westmole.

An ihrer Spitze steht eine zwölf Meter hohe Leuchtbake, die als Fixpunkt für einfahrende Schiffe dort errichtet wurde. Wieder zurück in der Stadt wollen der Leuchtturm und der sogenannte Teepott besichtigt werden. Der 31 Meter hohe Leuchtturm verfügt über ein auffälliges Äußeres. Er ist von weißen Klinkern mit dunkelgrünen waagerecht angebrachten Klinkerstreifen ummantelt.

Auf seiner Spitze sitzt ein kugelförmiges Kupferdach. Von den beiden Aussichtsplattformen haben Besucher einen atemberaubenden Blick über die Stadt und weit hinaus auf die Ostsee. Gleich nebenan steht das unbestrittene Wahrzeichen der Stadt – der ehemals als Teesalon genutzte Teepott. Auffällig ist die geschwungenen Dachkonstruktion des Gebäudes. Im Inneren darf man in Geschäften einkaufen oder in einem der Restaurants speisen. Wer sich auch aus historischer Perspektive mit der maritimen Volkskultur an der Ostseeküste auseinandersetzen möchte, besucht das Heimatmuseum. Hier erfahren Interessierte alles über die Fischer- und Ostseebadtradition der Stadt. Untergebracht ist das Museum in einem alten Fischerhaus.

Strandabenteuer für jeden Geschmack

Der Strand des Ostseebads ist bei allen Besuchern überaus beliebt. Familien mit Kindern freuen sich über den flachen Zugang zur Ostsee, der auch von sehr kleinen Kindern genutzt werden kann. Daneben bietet der, an vielen Stellen 150 Meter breite, Strand mehr als genug Platz für alle. Wer in Ruhe im Strandkorb sitzen und auf die Ostsee hinausschauen möchte, findet hier ebenso sein Wohlfühlplätzchen, wie Sportenthusiasten. Für die gibt es Volleyballfelder oder Surfkurse. Wer seinen Hund dabei hat, geht gerne mit ihm an den Hundestrand. Entlang der Strandpromenade gibt es überdies hervorragende Strandbars. Da der Strand in unterschiedliche Abschnitte unterteilt ist, die je nach Anspruch besucht werden können, kommen sich die unterschiedlichen Gemüter nicht in die Quere.

Die Ostsee vom Schiff aus erkunden

Wer von der Landratte zum Seebären mutieren möchte, hat hier alle Freiheiten. Vom Alten Strom legen verschiedene Ausflugsschiffe ab. Hobby-Matrosen wählen zum Beispiel zwischen einer Hafen­rundfahrt und einer Mini-Kreuzfahrt über die Ostsee. Unterwegs erzählt der Kapitän, je nach gebuchter Fahrt, entweder launiges Seemannsgarn oder gruselige Gespenstergeschichten. Wer es gediegener mag erfährt ebenso Wissenswertes über die Häfen und Städte rundum, oder über die Ostsee und deren Bewohner.

Tagesreisen zu Veranstaltungen

Es lohnt sich immer den Veranstaltungskalender des Ostseebads zu studieren, bevor man sich dorthin aufmacht. Immer am zweiten Augustwochenende wird die Hanse Sail zum Publikumsmagneten. Dabei handelt es sich um das weltweit größte und bekannteste Treffen von traditionellen Seglern und Museumsschiffen. Während der Warnemünder Woche im Juli dreht sich alles um Tradition. Es gibt Konzerte und Bühnenprogramme, einen Straßenumzug in historischen Trachten und zahlreiche Sportwettbewerbe, wie zum Beispiel ein Beach-Volleyball-Turnier oder Wettkampf-Segeln. Am Abend des Neujahrtages wird beim Warnemünder Turmleuchten das neue Jahr von den Warnemündern begrüßt. Im Mittelpunkt des Spektakels, das mit Lichtshows und Feuerwerken punktet, stehen Leuchtturm und Mole.

Fisch in der See – Fisch auf dem Teller

Wer vom Fischfang lebt hat auch ein Händchen für die Zubereitung der Seebewohner. Wer fangfrischen Fisch selbst zubereiten möchte, schlendert über den Warenmünder Fischmarkt, der jedes Wochenende geöffnet hat. Die Fischer erklären gerne wie ihr Fisch am besten zubereitet wird. Wer es nicht bis zum Abendessen aushalten kann, lässt sich direkt auf dem Fischmarkt ein Fischbrötchen schmecken. Im Ort gibt es selbstverständlich in jedem Lokal ebenfalls Fischspezialitäten zu kosten. Vom rustikalen Schollenfilet mit Salzkartoffeln, bis hin zu Muscheln, Garnelen und kapitalen Hummern, gibt es dort alles was das Herz des Fischliebhabers begehrt.

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